Ciao!

Ich freue mich, dass Sie meine Seite gefunden haben.
Ob sie beim Lesen Freude macht, weiß ich nicht,
es kommt darauf an.
Ich wünsche jedenfalls ein erholsames Betrachten.
Wenn Sie sich äußern möchten, schreiben Sie eine Mail.

Ἦρος ἄγγελος ἱμερόφωνος ἀήδων
Sappho 6.Jh.v.Chr. (Des Frühlings Botin mit sehnsuchtsvoller Stimme die Nachtigall)

Mittwoch, 12. Juli 2017

Hille im anderen Land




                     

Weit übers Land kam ich

durch unentwirrbares Dickicht

in verhangenen Wäldern

auf Bergen   
 

hart unter den Gipfeln

               fiel ich

und tausend Wege gehetzt

     durch trauernde Städte -

nun lieg ich nur noch still

     auf den Wartewiesen -


käme ein Boot doch

    mit stolzblondem Segel

Sonntag, 18. September 2016

Es ändert sich. Lesen.



Verstehen? Nicht verstehen kann ich das, kannst du mir das hier wenigstens erklären? 

            – Nein, nie. Es sind doch lauter verständliche Wörter - also los!


           




       Nacht

Dunkle Erdmutter -
gebärst Giganten
mit hundert Armen
dunkle Persephone

Gib uns die Felder auch
das Gras  die Bäume
und den Tag  zu sehen
das Liebe dein Licht uns


Angst -
immer verschleierter
war der Mond
ohne alle Sterne

- verloren




... über dem Weg

Du - in der Nacht
von außen der Welt
ewiger Wandrer
durch Zeiten der Jahre
auch dunkle Zweige im Frühjahr
das Licht weißer Laternen
   tiefer im Sein

greifst mir an Tagen
mitten hindurch an die Saite
       dauernder Harfe


        1968

so denken sie konzentrisch
und handeln so
und außen am Horizont
ziehen andere Gewitter
fühlen sich wohl
und auch stark
jeder sein Teil
am blanken Wohlstandstraum




unser Land

Viele Bilder blühen in uns
weißt du
wo die goldenen Äpfel wir pflücken
das ganze Jahr
weiter gehen die wärmeren Wege
tief in die Landschaft -
Dies unser sonniges Land
lass uns mit allen Händen bebauen
zu reifen die ganze Freude



Montag, 20. Juni 2016

Regen -- Regen -- Regen



       
               -- so viel Regen, ohne Ende, alle Tage 
                           hier wie in Burgund --

       Wellen


Undine ist überall
von oben fällt's

von unten spritzt es auf

tropft  aus allen Schutzblechen

von Stirn und Nase und Kinn



wenn es schwer geht

am Berg

dampft es von innen

auf der Höhe

verzieht sich das Land

in Wellen

verschwimmt

am grauen Horizont

mischt sich in allen Farben

das Gras und die Blätter

saftig

lebendig

und das Goldgelb der reifen Gerste

verliert seinen harten Glanz



kaum noch Erinnerung

an die Sonne

Wälder versprechen heimlichen Schutz

aber hier sammeln sich Bindfäden

zu Sturzbächen

zum Greifen nah sind die Wolken


    so ist sie immer um mich

    sanft, fast zärtlich,

             Undine,

    nicht so stürmisch - zum Glück