Ciao!

Ich freue mich, dass Sie meine Seite gefunden haben.
Ob sie beim Lesen Freude macht, weiß ich nicht,
es kommt darauf an.
Ich wünsche jedenfalls ein erholsames Betrachten.
Wenn Sie sich äußern möchten, schreiben Sie eine Mail.

Ἦρος ἄγγελος ἱμερόφωνος ἀήδων
Sappho 6.Jh.v.Chr. (Des Frühlings Botin mit sehnsuchtsvoller Stimme die Nachtigall)

Samstag, 28. Oktober 2017

Hille in der Ferne



                                                                                  Eisenberg (Thüringen) 16.9.17
                            Nachruf

             du liebe
                  du schöne
                  du strahlende starke
Mit dem Pferdeschwanzhaar
hast du mein Herz getroffen
damals

Und jetzt
soll dein Herz es nicht mehr geschafft haben -
Was wollt ihr denn,
ich bin doch eben noch allein aufgestanden
und ins Bad gegangen?
Durch die Lüfte wurdest du
fortgeführt
weg aus unserem lieben Haus
weg aus deinem starken Leben
weg -

Wenn du wüsstest, wie viele
Menschen traurig sind,
weil sie dich liebten:
Kinder und Kindeskinder
Freunde und Freundinnen
Und dein Mann,
der mit dir das Leben geteilt hat,
Glück und Leid, Glück und Leid
ein halbes Jahrhundert lang.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

So ist es jetzt



So ist es jetzt

Jetzt um Mitternacht
trostlose Leere
alte Ängste
im Dunkel schwimmen
ein schwerer  Traum
in den heimlichen Wänden -

      Dich lieben
wollt' ich dir sagen
ins Ohr flüstern -
du kannst es nicht mehr hören
auch nicht wenn ich abends
Gitarre spiele
und du dazu kommst
wie damals manchmal
nein, nicht mehr
nie mehr
der Mond
mein alter Freund
hängt schief in den Wolken
sie überziehen ihn
mit schwarzer Nacht.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Hille im anderen Land




                     

Weit übers Land kam ich

durch unentwirrbares Dickicht

in verhangenen Wäldern

auf Bergen   
 

hart unter den Gipfeln

               fiel ich

und tausend Wege gehetzt

     durch trauernde Städte -

nun lieg ich nur noch still

     auf den Wartewiesen -


käme ein Boot doch

    mit stolzblondem Segel

Sonntag, 18. September 2016

Es ändert sich. Lesen.



Verstehen? Nicht verstehen kann ich das, kannst du mir das hier wenigstens erklären? 

            – Nein, nie. Es sind doch lauter verständliche Wörter - also los!


           




       Nacht

Dunkle Erdmutter -
gebärst Giganten
mit hundert Armen
dunkle Persephone

Gib uns die Felder auch
das Gras  die Bäume
und den Tag  zu sehen
das Liebe dein Licht uns


Angst -
immer verschleierter
war der Mond
ohne alle Sterne

- verloren




... über dem Weg

Du - in der Nacht
von außen der Welt
ewiger Wandrer
durch Zeiten der Jahre
auch dunkle Zweige im Frühjahr
das Licht weißer Laternen
   tiefer im Sein

greifst mir an Tagen
mitten hindurch an die Saite
       dauernder Harfe


        1968

so denken sie konzentrisch
und handeln so
und außen am Horizont
ziehen andere Gewitter
fühlen sich wohl
und auch stark
jeder sein Teil
am blanken Wohlstandstraum




unser Land

Viele Bilder blühen in uns
weißt du
wo die goldenen Äpfel wir pflücken
das ganze Jahr
weiter gehen die wärmeren Wege
tief in die Landschaft -
Dies unser sonniges Land
lass uns mit allen Händen bebauen
zu reifen die ganze Freude